Wenn Einsatzfahrzeuge schnell zum Unfallort gelangen müssen, zählt jede Sekunde. Eine korrekt gebildete Rettungsgasse ermöglicht Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten eine schnelle und sichere Anfahrt – und kann dadurch Leben retten.
Wann muss eine Rettungsgasse gebildet werden?
Auf Autobahnen und Straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen pro Richtung muss eine Rettungsgasse gebildet werden, sobald der Verkehr stockt oder sich ein Stau bildet. Warten Sie nicht erst, bis ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn zu sehen ist.
So funktioniert die Rettungsgasse
- Linker Fahrstreifen: möglichst weit nach links fahren.
- Alle anderen Fahrstreifen: möglichst weit nach rechts fahren.
- Der Bereich zwischen der linken Spur und den übrigen Fahrstreifen bleibt frei.
Bei drei oder mehr Fahrstreifen verläuft die Rettungsgasse immer zwischen dem äußerst linken Fahrstreifen und dem direkt rechts daneben liegenden Fahrstreifen.
Wichtig: Die Rettungsgasse muss frei bleiben
Fahren Sie niemals in die Rettungsgasse hinein und nutzen Sie sie nicht zum Wenden, Überholen oder schnelleren Vorankommen. Auch wenn zunächst kein Einsatzfahrzeug zu sehen ist, kann jederzeit ein Rettungsfahrzeug folgen.
Warum ist die Rettungsgasse so wichtig?
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei müssen nach einem Unfall schnellstmöglich am Einsatzort sein. Eine blockierte Rettungsgasse kostet wertvolle Zeit. Diese Verzögerung kann für verletzte Menschen lebensgefährlich sein.
Deshalb gilt: Sobald der Verkehr stockt, Rettungsgasse bilden – und offenhalten.
Merksatz
Links nach links – alle anderen nach rechts.
Eine Rettungsgasse zu bilden ist einfach. Sie kann Leben retten.

Die linke Fahrspur fährt ganz nach Links, alle anderen soweit wie möglich nach rechts.

Die linke Fahrspur fährt ganz nach Links, die rechte Fahrspur soweit wie möglich nach rechts.
